Funksteckdose mit Zusatzschalter

Vor kurzem hab ich mir bei Pollin dieses günstige Funksteckdosen-Set gekauft, um die Lampen in meiner Wohnung fernsteuern zu können.
Die normalen Lichtschalter wollte ich aber trotzdem noch verwenden können. Entweder, wenn man die Fernbedienung verschlampt hat, oder einfach wenn man gerade direkt an der Zimmertür steht.
Also erstmal das Gehäuse öffnen, und nachsehen was sich darin verbirgt… es ist allerdings mit Sicherheitsschrauben verschlossen. Da ich keinen passenden Schraubenzieher hatte, hab ich einfach einen alten Schlitzschraubenzieher genommen, und kurz mit einer Feile bearbeitet ;)

Wie so oft gilt: man muss nicht die ganze Schaltung verstehen, um sie verändern zu können. Anscheinend werden erstmal 5 Volt erzeugt, dann gibt es einen Empfangsteil und einen Decoderchip, der über einen Transistor ein Relais ansteuert, fertig.
An dieser Stelle (also zwischen Decoder und Relais) hab ich eingegriffen, und eine kleine Schaltung dazwischen gehängt. Zuerst wird die LED ausgelötet. Dann braucht man zwei PNP-Transistoren und zwei Widerstände… ich bin kein E-Techniker, aber mit meinen Werten funktioniert es :) Das ganze hab ich wie im Bild einfach fliegend miteinander verlötet; man braucht keine extra Platine.
Den Schalter kann man mit einem Kabel herausführen. Ist er geschlossen, wird Ausgang des Decoderchips umgekehrt: d.h. an wird zu aus, aus wird zu an. Der Sinn dahinter ist, dass man nun stets den Schalter oder die Fernbedienung benutzen kann, um das Licht ein- oder auszuschalten.

Achtung: Arbeiten mit Netzspannung kann lebensgefährlich sein! Nachmachen auf eingene Gefahr. Des weiteren sind die Teile nicht galvanisch vom Netz getrennt. Im Normalfall liegen am Schalter nur 5V an, aber ich weiß nicht, was passiert, wenn irgendwas kaputt geht. Ich übernehme keine Verantwortung für Schäden oder Verletzungen!

2 Kommentare zu „Funksteckdose mit Zusatzschalter“

  • Name sagt:

    Kleiner Hinweis, die 5V werden mit einem kapazitiven Spannungsteiler erzeugt.
    Abhängig davon, wo L+ und N anliegen, kann es sich tatsächlich um 5V und 0V handeln oder aber 325 und 320V (!!!!!). Die Differenz ist zwar auch nur 5V, aber gegenüber Erdpotential LEBENSGEFÄHRLICH!

    Die 325V sind der Scheitelwert der 230V Netzspannung (230V * sqrt(2)).

  • Yepp sagt:

    Yepp, wer hier fummelt ohne “E-Techniker” zu sein, ist lebensmüde!
    Dumme, schlechte und vor allem falsche Anleitung!
    Finger weg!